Auszeichnung für Kinderschutz im Verein: 1. FC Ohmstede setzt auf klare Regeln und gemeinsames Hinschauen
Präventions- und Schutzkonzept vorgestellt und vom Landessportbund Niedersachsen ausgezeichnet
Kinder und Jugendliche sollen sich im Sport sicher, respektiert und gut aufgehoben fühlen. Der 1. FC Ohmstede setzt deshalb ein klares Zeichen für den Kinder- und Jugendschutz: Gemeinsam mit dem Landessportbund Niedersachsen (LSB) und dem Stadtsportbund Oldenburg hat der Verein im Rahmen des Projektes „Verein(t) gegen sexualisierte Gewalt im Sport – AUSGEZEICHNET!“ ein eigenes Präventions- und Schutzkonzept entwickelt.
Im Mittelpunkt steht dabei eine klare Haltung: Prävention beginnt nicht erst, wenn ein Vorfall passiert ist. Vielmehr geht es darum, Risiken frühzeitig zu erkennen, Grenzverletzungen entgegenzuwirken und eine Vereinskultur zu fördern, in der respektvoller Umgang, Aufmerksamkeit und gegenseitige Wertschätzung selbstverständlich sind. „Hinschauen statt wegschauen“ wird damit zu einer gemeinsamen Aufgabe aller Beteiligten.
Klare Regeln und verlässliche Ansprechpersonen
Gerade im Kinder- und Jugendfußball tragen Trainerinnen und Trainer sowie Betreuerinnen und Betreuer eine besondere Verantwortung. Sie sind regelmäßig im engen Kontakt mit Kindern und Jugendlichen und nehmen eine wichtige Vertrauensposition ein.
Der 1. FC Ohmstede hat deshalb gemeinsam mit seinen Trainerinnen, Trainern und Betreuungspersonen konkrete Verhaltensregeln und eine Selbstverpflichtung erarbeitet. Gleichzeitig werden weitere Verantwortliche im Verein für mögliche Grenzverletzungen sensibilisiert.
Ein wichtiger Bestandteil des Schutzkonzeptes sind zudem feste Ansprechpersonen. Kinder, Jugendliche, Eltern und Vereinsmitglieder können sich an eigens dafür geschulte Vertrauenspersonen wenden, wenn sie sich unwohl fühlen, Grenzen überschritten sehen oder einen Verdacht haben. Die Vertrauenspersonen nehmen Hinweise vertraulich entgegen und unterstützen bei den nächsten Schritten.
Prävention als gemeinsame Verantwortung
Das Konzept des 1. FC Ohmstede beschränkt sich nicht auf den Schutz vor sexualisierter Gewalt. Der Verein bekennt sich ebenso zu Demokratie, Offenheit und Toleranz. Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung haben im Vereinsleben keinen Platz.
Die erarbeiteten Regeln und Leitlinien richten sich daher nicht ausschließlich an Trainerinnen und Trainer. Auch Eltern, Zuschauerinnen und Zuschauer sowie weitere Besucherinnen und Besucher der Sportanlage sind angesprochen. Kinderschutz wird so als gemeinsame Verantwortung des gesamten Vereins verstanden.
Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche ihre eigenen Grenzen kennen, diese benennen können und erleben, dass ihre Anliegen ernst genommen werden.
Landessportbund würdigt das Engagement
Das Engagement des 1. FC Ohmstede wurde im Rahmen des Projektes „Verein(t) gegen sexualisierte Gewalt im Sport – AUSGEZEICHNET!“ auch vom Landessportbund Niedersachsen gewürdigt. Stellvertretend für den Verein nahmen der 1. Vorsitzende Ludger Popken und der 2. Vorsitzende Mark Brockmann die Auszeichnung von Reiner Sonntag entgegen.
Der Verein erhielt eine Plakette für das Vereinsheim sowie einen Scheck über 1.000 Euro für die Jugendabteilung. Damit wird das Engagement des Vereins für den Kinder- und Jugendschutz anerkannt und zugleich die weitere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterstützt.
Bei der Auszeichnung und der Vorstellung des Präventionskonzeptes waren außerdem die Fachdienstleitung Sport der Stadt Oldenburg, ein Vorstandsmitglied des Stadtsportbundes Oldenburg, die verantwortliche Mitarbeiterin vom Stadtsportbund sowie der Vorsitzende des Niedersächsischen Fußballverbandes Jade-Weser-Hunte, vertreten.
Sicherer Sport braucht gemeinsames Hinschauen
Mit seinem Präventions- und Schutzkonzept zeigt der 1. FC Ohmstede, dass Kinder- und Jugendschutz fest zum Vereinsleben gehören kann. Sportvereine sind nicht nur Orte für Bewegung und Wettbewerb, sondern auch wichtige soziale Räume, in denen Kinder und Jugendliche Gemeinschaft erleben und einen großen Teil ihrer Freizeit verbringen.
Ein wirksamer Schutz entsteht dabei vor allem durch klare Regeln, sensibilisierte Verantwortliche und eine Kultur des Hinschauens. Der 1. FC Ohmstede geht diesen Weg gemeinsam mit seinen Mitgliedern und setzt damit ein wichtiges Zeichen für einen sicheren, respektvollen und wertschätzenden Sport.