Im Sportverein durch stürmische Zeiten

Die Corona-Ausbreitung hat für viele Privatpersonen, Unternehmen und auch für viele Sportvereine Veränderungen über Nacht mit sich gebracht. Die Krise schränkt zurzeit das ein, was den meisten Vereinsmitgliedern das Wichtigste an ihrem Vereinssport ist: das Vereinsleben.

Es geht oft nicht um den Sport im Verein, sondern diesen in der Gemeinschaft zu erleben. Es geht nicht um das Fußballspiel, das im Vereinsheim geschaut wird, sondern darum dies nicht alleine auf der Couch zu tun. Es geht nicht um schweißtreibende Waldläufe, sondern um den regelmäßigen Wettkampf am Wochenende mit Spielerinnen und Spielern um Sieg oder Niederlage. Ein Sportverein bietet so viel mehr als „nur“ Sport. Ein Sportverein bietet vielen ein soziales Umfeld, Freunde und Familie. Ein Sportverein bietet die Plattform sich weiterzuentwickeln, das Lernen von Sieg und Niederlage, lernen zu führen, lernen Verantwortung zu übernehmen, lernen sich selbst zu verwirklichen. Diese Mehrwerte erkennen wir häufig erst in Zeiten wie diesen.

Sportvereine sind Spiegel der Gesellschaft. So treffen hier die Akademiker*innen auf den/ die Arbeiter*in, der/ die Professor*in auf den/ die Studierende*n, der/ die Arbeitslose auf den/ die Manager*in. Alle zahlen ihren Beitrag, um den Satzungszweck zu erfüllen. Es wird somit keine Teilnahmegebühr bezahlt, um Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, sondern ein Beitrag für die Gemeinschaft geleistet. Ein Solidarbeitrag, der allen Vereinsmitgliedern das Sporttreiben und die Gemeinschaft ermöglicht. Dieser Beitrag fällt sowohl in guten Zeiten an, in denen das Vereinsleben uneingeschränkt nutzbar ist, als auch in Zeiten, wie wir sie gerade durchleben. Denn auch unsere Vereinigungen im Sport haben Mieten und Gehälter zu zahlen, um uns auch in Zukunft das gemeinsame Sporttreiben zu ermöglichen.

Denn die Zukunft wird es geben. Nach einem Hochwasser, einem Erdbeben oder nach dieser Pandemie: irgendwann ist die Gefahr gebannt und wir machen uns wieder auf, um uns gemeinsam zu versammeln. Bis es soweit ist, lasst uns die Zeit nutzen: lasst uns zuhause bleiben und trotzdem gemeinsam aktiv sein. Es gibt diverse Online Angebote, um das Vereinsleben digital zu gestalten. Hier nennen wir beispielhaft einmal Slack und Zoom. Slack ist eine Anwendung, in der man Online Arbeitsbereiche einrichten kann, um mit vielen Teilnehmern an bestimmten Inhalten zu arbeiten. Eine Plattform, um eure Vorstandsteams vom Sofa aus zu organisieren (Link). Zoom ist eine Plattform für Videochat und Videokonferenzen. Egal ob Vorstandssitzung, Delegiertenversammlung oder die Übungsstunde im Wohnzimmer (Link).

Anwendungen wie diese können eure Vereinsorganisation stark vereinfachen und einen großen Mehrwert auch für die Zeit nach Corona bringen. Beide Welten verbindet zum Beispiel Teams von Microsoft.

Für diese und andere Tools, gibt es zurzeit Online viele Vergünstigungen für gemeinnützige Organisationen. Schaut auch einmal bei Stifter-Helfen
vorbei. Denn es geht gerade darum auch über die räumliche Distanz zusammenzurücken. Habt als Vereine ein Auge auf Menschen und Organisationen, die sich in schwacher Position befinden. Auf unsere Solidargemeinschaft kommt es so stark an, wie lange nicht. Es geht nicht darum, große Gelder mit der Gießkanne zu verteilen, sondern gezielt zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Wenn dein Verein in Not geraten ist, komme gerne auf uns zu. Wir versuchen gemeinsam mit der Stadt und Kommune Lösungen zu finden. Zudem sind wir im Austausch mit unserem Dachverband, dem Landessportbund Niedersachsen. Viele bisher gestellte Fragen, konnten schon beantwortet werden, zu finden im gemeinsamen WIKI der Landessportbünde.

Wir sind nicht alleine auf der Couch, wir sind nicht alleine im Team, wir sind nicht alleine im Verein. Wir sind mehr als 42.000 Sportlerinnen und Sportler im SSB Oldenburg mit einem Netzwerk, das es zu Nutzen gilt. Sprecht uns an! Wir haben ein offenes Ohr für euch. Ihr erreicht uns im Homeoffice über E-Mail. Bleibt optimistisch, gesund und hoffnungsvoll.